4 Wochen vegan

Hallo ihr Lieben,

Ich dachte mir, dass es eigentlich wieder mal Zeit wäre für einen kleinen Erfahrungsbericht über meine „Vegane Fastenzeit“.

Es fällt mir viel leichter als gedacht und ich sehe es weder als Verzicht, noch als Einschränkung. Ich habe eher das Gefühl, dass es mich unglaublich bereichert und mir jeden Tag neue, tolle Rezepte einfallen. Wenn meine Eltern Fisch, Fleisch oder Milchprodukte zu Abend essen, genieße ich trotzdem mein Baba Ganousch Brot, meinen Tofu-Salat oder mein Quinoa mit Kichererbsen (nur ein paar Auszüge, es gibt natürlich immer etwas anderes!). Meine Eltern glauben eher, dass ich mich manchmal eingeschränkt fühle, so nach dem Motto „Ach Julie, riecht das Hähnchen nicht grade suuuuper, gib zu, das hättest du jetzt auch gerne“. Das kennt wohl jeder, der schon mal vegan/vegetarisch gelebt hat. ABER Tatsache ist, dass es mir einfach gut geht. Ich fühle mich 90% der Zeit extrem energiegeladen, lache mehr, bin oft total überdreht und wache morgens wesentlich leichter auf (liegt natürlich auch am Frühling :D). Meine Bauchkrämpfe und Blähungen, die ich früher so gut wie täglich hatte, sind seltener geworden. Die Bauchschmerzen sind eigentlich ganz weg und ich vertrage Hülsenfrüchte besser als früher, auch wenn ich wohl leider niemals der Mensch sein werde, der ohne Probleme 2 Dosen Bohnen pro Tag essen kann ): 

Bis vor ein paar Tagen habe ich bei myfitnesspal mitgeschrieben, einfach um zu checken, ob ich genug Eiweiß/Eisen/Zink und co. zu mir nehme. Mittlerweile habe ich das aber ziemlich gut im Gefühl und hab das Makro-Tracken fürs erste eingestellt. Da ich gerade in der Schule genug Stress habe, will ich mich damit nicht zusätzlich unter Druck setzen. Im Endeffekt glaube ich, dass eine gute Beziehung zum Essen wichtiger ist, als die 5% auf oder ab bei meinem Eiweiß. Außerdem habe ich festgestellt, dass ich recht locker auf meine 80g pro Tag komme. Für manche klingt das vielleicht erst mal wenig, aber ich halte es für absolut ausreichend und sehr gesund. Und ich esse seit 4 Wochen nur so „wenig“ Eiweiß und sehe meiner Meinung nach noch genauso aus wie vorher 😀 Grundsätzlich gefällt mir, dass ich mich genauer nach hochwertigen, pflanzlichen Eiweißquellen umsehen muss und nicht einfach schnell einen Magerquark löffle, wenn ich der Meinung bin, noch nicht genug Proteine zu mir genommen zu haben.

Ja, manchmal ist es etwas aufwendiger und komplizierter und man liest öfters die Verpackungen, aber da ich generell sehr frisch koche und wenig aus der Packung konsumiere, stört es mich nicht mehr. Hilfreich ist auch die Allergeneverordnung der EU. Denn wenn da steht, dass es mit Eiern oder Milch gemacht wird, lasse ich ganz einfach die Finger davon. Meine einzige negative Restauranterfahrung hatte ich bisher an Tag 1 auf der Schihütte. Seitdem gab es wirklich immer etwas für mich, wobei ich mich schon sehr gerne im veganen Restaurant meines Vertrauens verwöhnen lasse. Sogar im „Steirer“, einem sehr klassisch-österreichischen Lokal, gab es eine vegane Auswahl. Ich hatte Ofengemüse mit Sojajoghurt-Dip. Zugegeben, die Portion war für den Preis von 11,90 € eine Frechheit, aber es war lecker und immerhin springt die Gastronomie endlich auf den vegan-Zug auf.

Schon im Kindergarten hatte ich laut meiner „Kindergartentante“ eine sehr soziale Ader. Und das stimmt wirklich. Ich fühle mich jeden Tag toll, weil ich weiß, wie gut die vegane Ernährung für Tiere und Umwelt ist. Ich weiß zumindest, dass ich in nächster Zeit kein oder kaum Fleisch konsumieren werde und mich generell von Milchprodukten fernhalten werde. Zwar hab ich keine Laktoseintolleranz, aber trotzdem tun mir Joghurt und co. nicht gut! Grundsätzlich möchte ich erst mal bei der veganen Ernährung bleiben, aber ich lege mich erstmal nicht fest, ob das dauerhaft sein wird oder wie ich das mache. Ich würde am ehesten wieder Eier und Fisch essen, vielleicht auch Käse, aber es wird sich zeigen, was die Zukunft bringt. Erstmals bleibe ich bei Warrior Blend statt Whey, Tofu statt Fleisch, Soja/Reis/Hafer statt Milch und Rawbite statt Questies. 

Leute, noch kurz am Schluss: selbst wenn ich jetzt erst mal vegan esse, werde ich NICHT zum Moralapostel werden. Klar halte ich viel von veganer Ernährung, sonst würde ich mich wohl nicht so ernähren. ABER es steht mir nicht zu, irgendjemandem zu sagen, wie er sich zu ernähren hat und was richtig/falsch ist. Die Ernährung ist etwas persönliches und jeder darf machen, was er möchte. Also keine Sorge, meine Lieben, es wird sich nichts für euch ändern und ich werde bei meinen Rezepten wenn es geht eine vegane und eine nicht-vegane Version posten. 

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