Wie ich gelernt habe, mich selbst zu lieben

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Hi ihr Süßen,
heute möchte ich ein Thema ansprechen, das mir sehr am Herzen liebt – nämlich wie ich es geschafft habe, mich selbst zu lieben und zu respektieren.
Nachdem ich es geschafft habe, meine teils essgestörten Verhaltensmuster abzulegen, über die ich schon oft gesprochen habe, war es immer noch so schwierig, mich selbst zu lieben. Wenn ich mich im Spiegel ansah, dachte ich: „ach, mein Bauch ist heute irgendwie garnicht flach, ich hab schwabbelige Beine, meine Schultern sehen doch mega männlich aus…“ Was aber noch viiiel schlimmer war: „XY hat so tolle Beine/Bauch/Po, warum seh ich nur nicht so aus?“ Diese Gedanken sind GIFT für das Selbstwertgefühl und obwohl ich wusste, dass ich es lassen sollte, habe ich mich selbst weiter runtergedrückt. Nachdem ich realisiert habe, dass es so nicht weitergehen darf, habe ich mich oft gezwungen, mich lange zu betrachten und jeden negativen Gedanken sofort zu verdrängen. Statt „urgh meine Beine“ dachte ich mir eben, wie toll ich meine Haut finde. Ich habe mir die Dinge aufgeschrieben, die ich an mir mag. Ignoriert habe ich jene, die mich stören. Am Anfang war die Liste kurz, ich mochte grade mal meine Haut, meine Zehen, Augen und Fingernagelform. Mittlerweile mag ich ALLES an mir! Klar, es gibt Tage, an denen möchte ich am liebsten losheulen, wenn ich aufwache und mich im Spiegel betrachte, aber an den meisten Tagen kann ich mich selbst anlächeln und mir denken: „Ich bin gut so wie ich bin. ICH finde mich schön.“ Es ist auch nicht wichtig, dass man jedes Detail an sich mag, aber man sollte sich immer auf seine Stärken konzentrieren und sich nicht an den Schwächen festhalten. Unsere Makel machen uns einzigartig und glaubt mir: manchmal fallen anderen genau diese „Makel“ positiv auf!
Es ist kein Wunder, dass wir alle so selbstkritisch sind. Wir wachsen meiner Meinung nach in einer Welt auf, in der es verpöhnt ist, sich selbst zu loben. Nach einem schweren Test in der Schule höre ich die Leute sagen: „Ach ich war so scheiße!“, nur damit ja alle sagen, wie toll man ist. Wenn Mädels zusammen am Klo sind und in den Spiegel schauen, sagen sie: „Gott, mein Face geht heute echt GARNICHT“. Wenn man sagt: „Ich finde mich schön!“ wird man nur belächelt oder die anderen lästern, wie arrogant und selbstverliebt man doch sei. Aber die Gesellschaft ist hier das Problem, nicht wir.
Man kann niemals perfekt sein und das ist auch garnicht nötig! Solange man zufrieden und glücklich ist, sollte das vollkommen genügen. Wer sich regelmäßig selbst ein Lächeln schenkt, wird merken, wie gut es tut, sich selbst zu lieben.

7 Gedanken zu “Wie ich gelernt habe, mich selbst zu lieben

  1. Das hast du so toll geschrieben! Danke dafür! Ich glaube, es geht ganz vielen Leuten wie dir. Solange man sich nur im Spiegel sieht, denkt man „dies und das passt nicht“ – aber der Vergleich zu anderen Menschen ist der Tod der Zufriedenheit und die perfekte Anleitung zum Unglücklichsein. Jeder Mensch ist anders. Und nur, weil man selbst vielleicht jemanden besser oder toller findet als man sich selbst – so sehen mindestens genau so viele andere Leute einen selbst als besser oder toller. Schönheit kommt von Innen 🙂

  2. So ein toller Text! Du hast vollkommen recht, denn mit solch negativen Gedanken fängt man nur an sich zu ‚verkriechen‘ anstatt sein Leben zu leben. (Oh Gott, hab ich das gerade geschrieben. Aber es stimmt.)
    Xoxo

  3. Hallo. (; Freut mich sehr das zu lesen. Das schlimmste ist echt sich mit anderen zu vergleichen. Und ich glaube auch das jeder mal einen Tag hat an dem er sich nicht so gern hat. xD Das gehört einfach dazu. Man wird sich selbst nie als perfekt ansehen.. und das ist auch gut so. Denn es sorgt dafür das wir weiterhin gesund leben und Sport machen oder? (:
    xxxx

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